Der Arbeitskreis für Humanistische Körperpsychotherapie der AABP

ist eine Gruppierung in der AABP, die

1. die Weiterbildungen der AABP in Körperpsychotherapie
2. und die Bestrebungen um Anerkennung als Ausbildungsinstitution für das Fachspezifikum „Körperpsychotherapie-WAK“ trägt.

 

Die Mitglieder des Teams sind:
Christian Bartuska, Mag.a Gabriele Bartuska, Mag.a Margarete Finger-Ossinger MSc, Felix Hohenau,
Petra Karner, Dr.in Elfriede Kastenberger, Dr.in Renate Malek und Dr.in Eva Wagner-Margetich.

Die Arbeitsgruppe hat sich 2006 ursprünglich unter dem Titel „Aus- und Weiterbildungsteam“ im Auftrag des Vorstands konstituiert, um einerseits Weiterbildungen in KPT für PsychotherapeutInnen auszuarbeiten und durchzuführen, andererseits an der Anerkennung der Körperpsychotherapie in Österreich zu arbeiten.

Weiterbildungslehrgänge fanden von 2009 bis 2011 und von 2012 bis 2014 statt, der dritte hat 2015 begonnen und endet 2017. Diese Weiterbildungen wurden gemäß den Weiterbildungsrichtlinien des Ministeriums für Gesundheit und Frauen zertifiziert, die AABP wurde auch vom ÖBVP als Weiterbildungsverein anerkannt.
 
Zur „Körperpsychotherapie Wiener Arbeitskreis“ - „KPT-WAK“

Von 1996 bis 2006 haben ca. 30 gemeinsame Klausuren mit vielen engagierten Mitgliedern der AABP stattgefunden. In diesem Rahmen haben wir die verschiedenen Körperpsychotherapie-Schulen, in denen wir ausgebildet wurden, theoretisch, praxeologisch und methodologisch verglichen. Dabei zeigte sich, dass die Unterschiede vor allem in der Diktion, in technischen Details und im Arbeitsstil liegen und dass die Kernkonzepte in den für uns relevanten Richtungen übereinstimmen; es wurde klar, dass wir dasselbe Verständnis, dieselbe Grundhaltung, einen sehr ähnlichen theoretischen Zugang zur Körperpsychotherapie haben, mit wenigen methodischen und etwas größeren individuellen Unterschieden in der praktischen Arbeit.
Damit vollzog auch die AABP den Trend, der sich in der EABP zeigte: weg von der Schulen-Orientierung hin zu einer allgemeinen Körperpsychotherapie.
Als Konsequenz hat der Vorstand der AABP 2006 die in diesem Prozess engagierten Kolleginnen und Kollegen beauftragt, als „Aus- und Weiterbildungsteam“ Weiterbildungen für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten zu entwickeln und zu organisieren.

Zeitgleich wurde der Entschluss gefasst, um Anerkennung als Ausbildungsinstitution für Körperpsychotherapie anzusuchen; 2011 wurde ein Antrag unter der Bezeichnung „Integrative Körperpsychotherapie“ eingereicht, allerdings wegen inhaltlicher Schwächen zurückgezogen.
Das hat zu weiteren intensiven inhaltlichen Auseinandersetzungen geführt, zu der wir in Kooperation mit Prof. Dr. Ulfried Geuter aus Berlin (der uns auch als ständiger Gastdozent zur Verfügung steht) getreten sind; mit mehreren Workshops und kontinuierlichem schriftlichen Austausch haben wir die Hinwendung zu einer Körperpsychotherapie, die die Schulenkonzepte zu Gunsten der allgemeinen Basis der Körperpsychotherapie zurückstellt, deutlicher dargestellt und auch unsere Verwurzelung im humanistischen Denken expliziter gemacht. Das entspricht auch dem theoretischen Diskurs in der EABP, besonders in Deutschland.
Aufgrund dieser Entwicklung haben wir, die oben genannte Gruppe, beschlossen, unseren Namen in „Wiener Arbeitskreis für Körperpsychotherapie der AABP“ (WAK) zu ändern. Wir haben den neuen Antrag als Ausbildungseinrichtung erarbeitet, in dem das Konzept der „Körperpsychotherapie-WAK“ formuliert wird. Dieser Antrag wurde am 27. September 2016 im Gesundheitsministerium zur Weiterleitung an den Psychotherapie-Beirat übergeben.